Tagesprogramm

Ablaufplan

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Titel mit “Pfeilchen” links daneben sind anklickbar – daraufhin erscheint eine Beschreibung mitsamt der Referentin!

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Einführungsveranstaltungen (Freitag, 17. Mai, 18:30 – 20:00 Uhr)

 

Gestern – Heute – Morgen: Ein Gespräch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede lesbischer Generationen in München (Moderation: Zara Pfeiffer)
Wie waren die Anfänge der Frauen- und Lesbenbewegung? Vor welchen Problemen stehen wir heute? Was erhoffen wir uns von der Zukunft? Auf dem Podium diskutieren Frauen aus verschiedenen Generationen über Entwicklungen und aktuelle Themen lesbischen Lebens in München. Wir wollen erörtern, ob die verschiedenen Generationen gemeinsame Ziele verbinden, wie wir gemeinsam an einem Strang ziehen können und welche Themen wir kontrovers betrachten. Teilnehmerinnen sind voraussichtlich: Irene Schmitt (Münchner Stadträtin und Anwältin), Cornelia Bumes (Mitgründerin vom LesBiSchwulen Jugendzentrum Diversity), Polina Hilsenbeck (Psychologin), Lising Pagenstecher (Soziologin und Historikerin), Antonia Netzer (Studentin und Mitgründerin der Queer-Referats der LMU). Zara Pfeiffer (Sozialwissenschaftlerin und Autorin) wird die Diskussion moderieren.
Ulrike Möller: Frauen und Macht - nicht mit ihr und nicht ohne sie?

Macht ist für viele Frauen ein heißes Eisen und eine offene Frage. Es fühlt sich nicht gut an, sie nicht zu haben. Frauen haben in der Regel keine gute Erfahrung mit denen, die die Macht haben. Aber selber haben wollen die meisten Frauen Macht auch nicht. Macht scheint an sich nichts Gutes zu sein. Wie steht es mit den Frauen und der Macht? Der Vortrag wird verschiedene Schlaglichter auf das Thema Macht werfen und Thesen zu seiner aktuellen gesellschaftlichen Bedeutung für Frauen aufstellen. Ulrike Moeller M.A. studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Erwachsenen- und Sozialpädagogik und befasst sich seit vielen Jahren praktisch und theoretisch mit unterschiedlichen Themen, die das Leben von Mädchen und Frauen betreffen.

 

Programmphase I (Samstag, 18. Mai, 11:30 – 13:00 Uhr)


Film: „Töchter des Aufbruchs - Lebenswege von Migrantinnen“

“Daughters of the awakening”: film and discussion
Dokumentarfilm und anschließendes Gespräch mit der Filmemacherin Uli Bez
„Komm mit mir wandern, ich habe Wanderlust…“ Temporeich nimmt uns die Rapperin Ebow X mit auf eine Reise durch die Geschichte von Migrantinnen in Deutschland: von den „Gastarbeiterinnen“, über die Gruppe der politischen Flüchtlinge z.B. aus dem Irak, hin zu den jungen Frauen, die aus den mütterlichen Wurzeln ihre Kraft schöpfen. Mit Charme und Tiefgang erzählen die Frauen ihre oft abenteuerlichen Geschichten. Ihr Aufbruch aus Perspektivlosigkeit oder politischer Verfolgung ist immer auch ein Ausbruch aus traditionellen Lebenswelten, beflügelt von der Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Demokratie. Es sind kraftvolle Erfolgsgeschichten, gerade wenn die jungen Frauen aus der „Enkelinnenperspektive“ berichten. Mit Leichtigkeit und Scharfsinn rücken sie das Zerrbild von den angeblich schwer Intergrierbaren zurecht, das heute noch in vielen deutschen Köpfen und in den Medien spukt.
DVD, 80 Min.,Farbe, 16:9
Buch, Regie Schnitt & Postproduktion: Uli Bez
Produktion: Frauennotruf München

Generationenübergreifendes Speedfriending

JuLes München

“Speedfriending – was ist denn das? Und dann auch noch generationenübergreifend? Ganz einfach: Ähnlich dem Speeddating sitzen sich jeweils zwei Frauen gegenüber, die sich innerhalb einer vorgegebenen Zeit Löcher in den Bauch fragen können. Ertönt ein Signal, werden die Gesprächspartnerinnen gewechselt, bis jede mit jeder ins Gespräch gekommen ist. Und schon haben wir uns gleich zu Beginn dieses interessanten Wochenendes bereits ein bisschen kennengelernt! Von der jüngsten bis zur ältesten LFT-Besucherin kann jede teilnehmen.


Mein sexuelles Wesen - wer bin ich eigentlich?

Astrid Peter, Carola Spiekermann

Die Medien sind voller Bilder mit sexuellen Handlungen, Ereignissen und AufRegungen. Doch was bedeutet Sexualität für jede einzelne FrauLesbeBiTrans? Sexuell sein – sich selbst und andere als erotisch wahrnehmen. Wie erlebt jede das? Zwischen sexueller Orientierung und den biografischen Wegen von Frauen in ihre Sexualität hinein möchten wir einen Raum eröffnen, in dem Frauen – gern verschiedener Generationen – sich mit ihrem Verständnis von Sexualität, ihren Fragen, vielleicht auch mit ihren Irritationen und ihrer Entdeckungslust mitteilen mögen.

Astrid Peter und Carola Spiekermann laden ein zu einer Gesprächsrunde, die sie moderieren und mit kreativen Methoden begleiten


Giacomo Casanova – Lesbenjäger?

Giacomo Casanova – Lesbian hunter?
Susanne Wosnitzka

Weibsbild in Hosen…Betrügerin…Verführerin! sprang mir in einer 250 Jahre alten Zeitung entgegen. Ich recherchierte und stieß auf eine sensationelle Geschichte:

Ein Graf kam auf abenteuerlichen Wegen nach Augsburg, verdrehte zahlreichen Damen der Oberschicht den Kopf, heiratete eine Patriziertochter, hatte parallel dazu Affären, darunter die Tochter eines bedeutenden Barockmalers und die Oberin eines Konvents. 3 Jahre lang ging die Sache gut, bis Giacomo Casanova in die Stadt kam und alles aufflog: der Graf war eine Frau! Durch höchste Kreise geschützt konnte sie spektakulär aus dem Gefängnis fliehen.

Anhand hunderter Liebesbriefe, Verhörprotokollen und Originaldokumenten rekonstruiere ich diese atemberaubende Geschichte. Auf dem LFT stelle ich meine Forschungen zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor.


Dem Herzen eine Sprache geben. Gewaltfreie Kommunikation (nach M. Rosenberg) zum Reinschnuppern

Giving language to your heart – a brief introduction to NVC
Eva Fellerer
Gewaltfreie Kommunikation / Sprache des Herzens / einfühlsame Sprache …Was macht sie so besonders? Und wie geht das?
Ob mit oder ohne Vorerfahrung, wenn ihr Lust habt auf Begegnung, Ausprobieren und eigene Erfahrung seid ihr hier richtig. Nach einer kurzen Einführung in die „vier Schritte“ der GFK lade ich euch ein zu Übungen und Spielereien in Sprache und Bewegung.
Selbstverständlich geht es um Beispiele aus dem lesbischen (LFT-)Alltag.

Eva Fellerer, Jg.62, Landlesbe, Trainerin für GFK


Mein Becken gehört MIR! Den Beckenboden erleben mit der Feldenkraismethode

My pelvis belongs to ME – Feeling the pelvic base with the Feldenkrais method;
Andrea Unger

Wie oft erlebe ich, dass uns gesagt wird, was so alles ‘falsch’ und ‘unheil’ an uns ist. Vor allem bei ‘Krankheiten’ des Unterleibs, bei Schmerzen im Becken, Hüften und unterem Rücken. Da sei die weibliche Anatomie schon so fehlerhaft angelegt, von unserer persönlichen ganz zu schweigen. Ist das wirklich so?
Die Feldenkraismethode gibt uns Raum, uns in der Bewegung so zu spüren wie wir jetzt und hier sind. Dieses ist ein neutrales Betrachten und so erworbenes Wissen ist erlebte Erfahrung. Diese gibt uns ein sicheres Gefühl für uns Selbst. Durch diesen Prozess wird ein Lernprozess beginnen, so dass du ohne willentliches Zutun neue Bewegungsmuster erwirbst, Probleme in Prozesse handlich einpackst und auch schmerzhafte Haltungen – körperliche und auch Denk-Haltungen zu dir selber – auflöst.


Kein Geld - keine Liebste?

No money – no lover? Lesbian resilience and poverty
Erzählcafé zu gelebtem Lesbenleben
Yvonne Renne

„Gut situiert, reise gerne, sucht…“ Du fühlst Dich ausgeschlossen? Du hast vielleicht mehr Zeit, aber „lebst“ mit wenig Geld? Du bist Meisterin im Jonglieren zwischen dem Stammtisch und Deinem Einkauf? Was macht Armut mit Deinen Chancen eine Liebste zu finden? Wie erkämpfst Du Dir Dein Selbstwertgefühl? Was ist mit Deinem Unabhängigkeitsbedürfnis und dem „Dazu-gehören-wollen“? Gibt es gemischt-situierte Paare und wenn ja, wie geht Ihr damit um? Hier geht es um achtsamen Austausch erlebter Erfahrungen aller Teilnehmer_innen, nicht um Diskussion.
Für nicht oder gering Verdienende (< 1000€), gemischt-situierte Paare und Frauen, die offen sind für die andere Seite der Medaille.
Maximal 20 Teilnehmer_innen
Yvonne Renne, Geschätztes Leben – Raum für respektvolle Begegnung, Köln


From accelerated development to endangering: a short history of lesbian movement in Ukraine

Von einer fortschrittlichen Entwicklung zur Gefährdung: Eine kurze Geschichte der Lesben-Bewegung in der Ukraine
Olena Semenova (The “New Wave for the Better Future” NGO, KyivPride Organisation Committee)

Lesbians in Ukraine became visible only in 90th of the last century, when the state got independence and democracy and began the way to human rights. In these years community finally rose up. People united in initiative groups and registered organizations, first open lesbians appeared, women got access to lesbian culture from abroad. In the next decade LB movement in Ukraine stepped far forward, from the community mobilization to overcoming many challenges about human rights and homophobia in Ukraine. A short trip from exiting times of the beginning to modern situation, when risk of “homosexual propaganda ban” bill threats to push Ukrainian lesbians on 20 years back.

Lesben wurden in der Ukraine erst in den 90er Jahren sichtbar, als die Ukraine eine unabhängiger und demokratischer Staat wurde. Menschen begannen sich in Gruppen und Vereinen zusammenzuschließen, die ersten Lesben zeigten sich öffentlich, Frauen bekamen Zugang zu der lesbischen Kultur anderer Länder. Im nächsten Jahrzehnt machte die LGBT-Bewegung große Fortschritte trotz vieler Probleme: Gemeinsam setzte man sich gegen Homophobie und für Menschenrechte in der Ukraine ein. Der Vortrag bietet eine kurze Reise von aufregenden Zeiten bis zur derzeitigen Situation. Heute droht ein Gesetz, welches „homosexuelle Propaganda verbietet“ die lesbische Bewegung um 20 Jahre zurück zu werfen.


+++Frauen stärken+++Welt verändern+++Geld verwandeln+++

+++Empowering women+++changing the world+++converting money+++
filia, a daughter of the women’s movement

filia, die größte deutsche Frauengemeinschaftsstiftung stellt sich vor
Susi Hillebrand (filia), Andrea Thurner (filia), Melanie Schenk (JungLesben-Gruppe Lübeck)

filia ist eine Tochter der Frauenbewegung und in mehrfacher Hinsicht anders: filia ist international vernetzt, unterstützt weltweit, strategisch und solidarisch
Frauen-/Mädchenprojekte. Projekte lesbischer Aktivistinnen gehörten von Anfang an selbstverständlich dazu – filia hat gerade die mehrfach Diskriminierten im Blick. Vertrauen und Wertschätzung sind Basis der Arbeit. Münchner Mitstifterinnen stellen filia vor und laden ein, ins Gespräch zu kommen.
2012 hat filias Mädchenbeirat sieben Mädchenprojekte zur Förderung ausgewählt. Vertreterinnen des Junglesbenprojekts „Hier stimmt was nicht! – Homophobie im Alltag junger Lesben“, sind anwesend. Sie zeigen, wie sie ihre lebensgeschichtlichen Erfahrungen mit Hilfe von unterschiedlichen Medien künstlerisch umgesetzt haben.


Zeitlos lesbische Träume verwirklichen

Making timeless lesbian dreams comes true
Anja Pabst

… ZEITLOS LESBISCH – WIE LEBST DU? – Motto des diesjährigen LFT. In diesem Gesprächskreis möchten wir uns im Kontext des Lebens von Frauen und Lesben in der heutigen Gesellschaft, sicher auch verschiedener Kulturkreise, austauschen. Wie nah sind Traum und Realität? An welche Grenzen werden, können und müssen wir derzeit (noch) stoßen? Welchen Platz nimmt dabei das Event LFT ein? Ziel ist es u.a. gemeinsam in einem möglichst vielgliedrigen Assoziogramm Meinungen, Stimmungsbilder und Blitzlichter der Teilnehmerinnen zusammenzutragen.


Von zart bis hart - BDSM und lesbisch Leben

BDSM (Bondage/Discipline – Dominance/Submission – und Sado/Masochismus) ist nicht nur in der lesbischen Welt ein heißdiskutiertes Thema. Zwiespältig und gleichzeitig faszinierend fordert es zur Beschäftigung mit dem eigenen Begehren, Phantasien und Grenzen heraus.
Doch was beinhalteten diese Spielarten des Begehrens überhaupt? Was bedeutet das für mein (lesbisches) Leben? Und wie können wir uns von Pionier_innen sexpositiver Ausdrucksweisen wie Annie Sprinkle, Monika Treut und Pat(_rick) Califia inspirieren und ermutigen lassen?
Dieser Workshop bietet den Raum, oben gestellte Fragen zu diskutieren, er möchte aber auch einen Überblick über die Vielfalt und Buntheit dieses Bereiches geben. Ich freue mich auf viele neugierige, offene und verspielte Teilnehmerinnen.


World Café: Und wie lebst du? Teil I

World Café – and how do you live?

Lesbische Möglichkeiten und Widersprüche heute
Katharina Jacob, Bea Trampenau

Wir möchten mit euch eine offene Diskussion über die politischen Widersprüche und individuellen Möglichkeiten unserer Zeit inszenieren: Lesbisch/feministisch, gesellschaftliche Integration, Roll-back, Anerkennungspolitik, Queer als Schlagwort das scheinbar alles erklärt, Rückzug ins Private sind einige Themen, die uns beschäftigen.
An drei Thementischen, die von Themen-Patinnen betreut werden, möchten wir mit euch in wechselnden Runden diskutieren:
1. Tisch: Lesbisch – Feministisch – Queer
2. Tisch: Von gleichen Rechten für alle Lebensformen bis zur Öffnung der Ehe: politische, rechtliche und individuelle Konzepte des Zusammenlebens
3. Tisch: Wohnformen
Im Plenum werden die Stränge schließlich zusammengeführt.

Der Workshop geht über 2 Blöcke, wir bitten um einen zusammenhängenden Besuch.


40 Jahre LFT (2014) – Das DokuFilmProjekt: Erzählt uns Eure Geschichten!

Kathrin Schultz und Katrin Rubel

2014 wird das LFT 40 Jahre alt! Kathrin Schultz und Katrin Rubel aus Berlin planen deshalb eine nichtkommerzielle Kurzfilm-Dokumentation. Diese soll bis 2014 fertiggestellt und auf dem nächsten LFT präsentiert werden. Hierfür brauchen wir Eure Unterstützung! Die beiden Filmemacherinnen sind selbst nämlich erst seit relativ kurzer Zeit beim LFT dabei. In unserem Gesprächskreis würden wir deshalb gern mit Euch in den Austausch über folgende Fragen gehen:
• Wie / wann / von wem wurde das LFT gegründet?
• In welchen Städten war das LFT in den letzten 40 Jahren zu Gast?
• Welche Rolle spielte die Wiedervereinigung 1990 für das LFT? Wie hat es sich möglicherweise verändert?
• Habt Ihr Fotos, Dokumente oder privates Videomaterial, das wir gemeinsam sichten könnten?
• Welche weiteren geschichtlichen Hintergründe der letzten Jahre wären für unsere Zuschauerinnen interessant? Welche Orga-Frauen?
• Was ist das Besondere für Euch am LFT?
• Was hat Euch persönlich auf den LFT’s der letzten Jahre am meisten bewegt?
• Ein Blick in die Zukunft: Das LFT in 20 Jahren oder mehr – wie könnte es aussehen?
• Durch welche sonstigen Ideen würdet Ihr unser Filmvorhaben gern unterstützen?
Außerdem sind wir per Email erreichbar unter: LFT-Doku@freenet.de


Lesung aus dem Roman „Aufhellungen“

Reading: „Clear spells“

Buchvorstellung und Gespräch
Sabina Lorenz

Sara trifft Toni nach Jahren wieder – beim Begräbnis der Frau, die sie beide als Jugendliche aufgenommen hat. Die alte Vertrautheit und die alten Schwierigkeiten, die unbewältigten Ereignisse leben wieder auf. Und dann laufen ihnen noch zwei Achtjährige zu, der jähzornige Oliver und das Mädchen, das seinen Namen vergessen hat. Als sollten Sara und Toni sich in den Kindern spiegeln, beginnt das Spiel von Neuem. Aber das alte Spiel ist noch nicht zu Ende gespielt. Eine Wende kündigt sich an, als Sara Elvira kennenlernt. Und sind es am Ende die Kinder, die Elvira und Sara ihre Liebe zueinander entdecken lassen?
„Vielleicht sollte ich sagen, dass ich Antworten bekam, jedoch keine Fragen dazu wusste.“


„Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt

Mental “Illness” – Bipolar Disorder
Patricia Hocke
Was sind bipolare Störungen? Wie äußern sie sich? Welche Behandlungsformen gibt es? Leben mit der Störung. Tipps für Freundinnen und Angehörige. Diskussion.

Tanz mit der Todin - eine andere Sicht auf Leben und Tod

Dance with death – a different perspective on life and death
Ajana Holz, Merle von Bredow

Wir erzählen von unserer anderen Sicht auf Leben und Tod, von unserer “Hebammenarbeit” für die Toten und die Lebenden, aus unserem intensiven und abenteuerlichen Bestatterinnen-Alltag mobil in ganz Deutschland. Mit Euch gemeinsam wollen wir einen Raum schaffen, in dem wir uns gegenseitig Geschichten von der Todin erzählen und wie das für jede ist, wenn sie uns im Leben begegnet. Hier ist auch der Raum für alle Fragen, z.B. wie eine ihre eigene Bestattung planen kann und wie sie als Freundin/Schwester/Tochter/Gefährtin eine Bestattung organisieren kann.


SAFIA e. V. - das Solidarnetz für Lesben ab 40 (Erzählcafé)

SAFIA e.V. – the solidarity network for lesbians 40+

Die Idee zu diesem wunderbaren, chaotischen, wilden und lebendigen Verein
entstand auf dem LFT 1983 in Osnabrück, 30 feministische Lesben folgten dem
Aufruf zu einem eigenen Netzwerk für Lesben ab 40. Drei Jahre später wurde SAFIA gegründet. Inzwischen gehören zu SAFIA rund 500 Mitfrauen in Deutschland und
weltweit – und wir werden immer mehr.

In Form eines Erzähl-Cafés möchten wir Euch gerne mehr über dieses Netzwerk, unsere Aktivitäten und unser Miteinander berichten. Dabei geht es um unsere Organisationsstrukturen genauso, wie um unsere Diskussions- und Streitkultur, unsere Feste, Ideen und Visionen und unser immer wieder gemeinsames Lachen bei all unserer Verschiedenheit.

 

Programmphase II (Samstag, 18. Mai, 14:30-16:00 Uhr)

Film: Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 bis 1992
Audre Lorde—The Berlin Years 1984 to 1992 (Einführung und Publikumsgespräch mit Modupe Laja)


Auch zwanzig Jahre nach ihrem Tod ist der Einfluss der Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde auf die afroamerikanischen, feministischen und queeren Bewegungen außerordentlich lebendig. Ein wenig beachtetes Kapitel sind dabei ihre Berliner Jahre von 1984 bis 1992, in denen Lorde Afrodeutschen zu mehr Selbstbewusstsein verhalf und die sozialen Veränderungen in der Stadt kommentierte, die von Mauerfall und Wiedervereinigung geprägt waren.

Weibliches (Auf-)Begehren: Zusammenhänge zwischen (verborgener) Aggressivität und (verletzter) Sexualität im Leben von Mädchen und Frauen

Female desire and opposition: the correlation between (hidden) aggression and (violated) sexuality in the lives
Carola Spiekermann, Astrid Peter

Welches Verständnis haben Frauen von (ihrer) Aggressivität und Sexualität? Ausgehend davon, dass beide „Erfahrungsfelder“ lebensbejahende Kraftquellen beherbergen, wird in der Arbeit mit Mädchen und Frauen immer wieder deutlich, dass die Zugänge zu ihnen belastet und erschwert sind – unter anderem durch sexualisierte Gewalterfahrungen, eine harmonieorientierte Mädchenerziehung oder eine verborgene, weibliche Aggressions“kultur“. Worin liegen Möglichkeiten für lesbische Frauen, ihre aggressiven Impulse als Orientierung für ihr Begehren zu nutzen?
In einem dialogischen Vortrag werden sich Carola Spiekermann und Astrid Peter mit dieser Frage beschäftigen und auf ihre Weise nach Antworten suchen.


Es war kein langer Abschied, sondern eine tiefe Begegnung mit dem Leben selbst

It was not a prolonged farewell, but a profound encounter with life itself
Uli Bez

Im Dezember 2008 geht die Filmemacherin Uli Bez von München zurück in ihr Heimatdorf, um ihre Mutter zu pflegen. Sie setzt sich mit dem Phänomen Demenz auseinander und verarbeitet ihre Erfahrungen in einem Kunstvideo, an dem einige Hochbetagte aus ihrem Dorf mitwirken. Uli Bez berichtet davon, wie sie sich in der Rolle der Pflegeneden Angehörigen zurechtfindet, welche Schwierigkeiten sie zu meistern hatte und was die Begleitung ihrer Mutter für sie bedeutete.

Der Workshop beinhaltet die Vorführung des Kunstvideos “auf augenhöhe” (6 Min.)
DVD, 6 Min., Farbe, 16:9, PAL, 2010
Buch, Regie Schnitt & Postproduktion: Uli Bez
© www.bezmedien.com 2010


ZEIT tanzen – zeitlos tanzen – los tanzen - Tanzimprovisationsworkshop

Timeless lesbian life / dance – experimental dance improvisation
Ulrike Janz

Im Tanzen steckt ganz viel ZEIT – im Rhythmus, in Geschwindigkeiten, in jeder Bewegung, die in ZEIT und Raum geschieht, in der getanzten Gegenwart, in der immer auch ganz viel Vergangenheit mitschwingt und Zukunft sichtbar wird. Genauso kann tanzen aber auch ganz ZEITlos sein, uns aus der allzu oft drängenden ZEIT los-lösen. Und vielleicht wird auch ein wenig spürbar, was all diese getanzte Zeit mit unserem Lesbischsein / lesbisch leben zu tun hat. Auch für Tanzunerfahrene; Bewegungslust wäre wunderbar, Bewegungseinschränkungen sind Teil des (Lebens-)Tanzes, bitte sehr bequeme Kleidung tragen, wir tanzen barfuß oder wahlweise mit Schuhen mit flexiblen Sohlen.

Ulrike Janz, Dipl. Psych., Tanzpädagogin, seit vielen Jahren lesbisch-feministische Aktivistin.


all gender is drag (jegliche Geschlechtskonstruktion ist Verkleidung)

Zara Pfeiffer, Verena Graf

Was macht einen Mann zum Mann, was eine Frau zur Frau? Gibt es noch mehr? An welchen Merkmalen wird die geschlechtliche Zugehörigkeit festgeschrieben? Könnte es auch anders sein? Was davon ist antrainiert? Ist Gender Performance? Ein bisschen Theorie und ganz viel Ausprobieren.
(Maximal 15 Menschen)


10 Jahre L-MAG – Ein Blick hinter die Kulissen des Magazins für Lesben

10 years of L-MAG – a look behind the scenes of the magazine for lesbians
Stefanie Kuhnen
Im Juni 2003 wurde auf den großen CSD-Paraden ein neues, bundesweites Magazin für Lesben verteilt. Zehn Jahre später steht L-MAG für lesbischen, unabhängigen Journalismus und jede Ausgabe des zweimonatlich erscheinenden Magazins erreicht 40.000 Leserinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2012 wird L-MAG von der neugegründeten Special Media SDL GmbH herausgegeben, einem Verlag, der Lesben gehört und von Lesben geführt wird. Der Vortrag erzählt die aufregende Geschichte von L-MAG, gibt Einblick in den redaktionellen Alltag des Medienmachens aus lesbischer Perspektive und zeigt, wie aus professionellem Journalismus, politischem Selbstbewusstsein, LGBT-Aktivismus, Communitysinn und trotz schmalen Budgets ein Heft entsteht. Im Anschluss des Vortrages soll es genug Zeit für eure Fragen geben.
Stephanie Kuhnen, Journalistin und LGBT-Fundraiserin, ist eine der beiden Chefredakteurinnen von L-MAG.

Jetzt gehe ich meinen Weg - kraftvoll . mutig . selbstbestimmt

Now I do it my way – powerful . brave . Self-determined
Maria Th. Beyer

Unsere moderne Informationsgesellschaft und Arbeitswelt fordert ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungskompetenz. Dieser Workshop lädt dazu ein, den bisherigen Werdegang/die bisherige Laufbahn näher zu betrachten und die Veränderungen im Leben als Chance zu begreifen.
Dazu blicken wir auf die drei wesentlichen Phasen der Laufbahngestaltung:
Wir fokussieren zunächst die eigene Biografie (Standortbestimmung). Dies dient als Grundlage zur Ausrichtung unseres künftigen Lebens (Neu-Orientierung). Auf dieser Basis ist eine authentische Entwicklung von beruflichen und weiteren Perspektiven möglich (Zukunftsgestaltung).
Der wertschätzende Ansatz ermutigt, den eigenen Lebensentwurf aktiv zu gestalten!

Maria Th. Beyer, Laufbahnberaterin, Erfolgsteamtrainerin, Coach


Frauen(t)räume in Russland

Women’s space and dreams in Russia
Gudrun Pflughaupt

Um die Situation von Frauen und Lesben im heutigen Russland besser zu verstehen, ist ein Blick auf die Geschichte der Frauenbewegung in Russland im 20.Jahrhundert im Vergleich zu der in Westeuropa interessant. Trotz der unsicheren politischen Lage der letzten Jahre gibt es vielfältige Aktivitäten von russischen Frauen und Lesben. Frauenbildungshäuser und Frauenhotels sind in Russland bisher so gut wie unbekannt. Den Initiatorinnen des Frauenferienhofes „Saleskaja“ liegt die Schaffung vielfältiger interkultureller Begegnungsmöglichkeiten am Herzen. Zu diesen Themen möchte ich kurz berichten und dann mit Euch ins Gespräch kommen.


LesBiSchwuleTrans* Lebensweisen in der Schule – zwei Schulaufklärungsprojekte stellen sich vor

LesBiGayTrans* lifestyles in schools – Introducing two school education projects
Gabriele Schaller (Aufklärungsprojekt München), Antonia Netzer (diversity@school)

„Boah, die Schulaufgabe ist ja voll schwul!“ – Diesen oder ähnliche Sätze hört man oft in deutschen Schulen. Um solchen Aussagen präventiv entgegen zu wirken, setzen sich Aufklärungsprojekte deutschlandweit mit Schulbesuchen für mehr Toleranz und Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Lebensweisen ein.
Im Workshop wird das Thema kurz theoretisch beleuchtet und dann aus der Praxis berichtet. Außerdem werden einige Methoden vorgestellt und durchgespielt.
Der Workshop richtet sich an alle interessierten Frauen im Bereich Schule sowie an Frauen, die evtl. bei einem der beiden Projekte ehrenamtlich mitarbeiten wollen.


Die Münchner Gruppe für lesbische Migrantinnen lädt ein zum Dialog: Weggehen und Ankommen (exklusiv für Lesben mit Migrationshintergrund)

Wir sind eine offene Gruppe für Lesben mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, Migrantinnen der ersten, zweiten und aller anderen Generationen, bikulturelle und binationale Lesben, Deutsche anderer Herkunft.
Bei diesem Workshop werden fünf Frauen aus unserer Gruppe anwesend sein. Wir möchten uns mit Lesben mit Migrationshintergrund darüber austauschen, wie es ist als Lesbe in der Herkunftsgemeinschaft und als Migrantin in der Lesben-Community zu leben. Was bedeutet “Wurzeln”, “Identität” für uns? Zu diesen Themen möchten wir von unseren persönlichen Erfahrungen berichten und sind gespannt, von euren Erfahrungen zu hören.


Leben mit Kindern – sind Pflegekinder eine Möglichkeit für mich?

Living with children – Are foster children a possibility for me?
Irene Hummel

Ein umfangreicher Bewerber-Fragebogen, viele Diskussionen zuhause, Gespräche beim Jugendamt, mindestens ein Hausbesuch, Seminare: Das ist der Weg zur Anerkennung als Pflegeeltern, der selbstverständlich auch für lesbische Paare offen ist und für Alleinerziehende.
Um diesen Weg geht es in diesem Austausch – und z. B. um Erwartungen an „das Kind“, um Traumatisierungen, um Behinderungen wie Fetales Alkoholsyndrom, um das Minenfeld Besuchskontakte mit der Herkunftsfamilie. Pflegekinder haben immer zwei Familien.
Themen sind auch „das Kindeswohl“ und nicht zuletzt die schwierige Rolle des Jugendamtes: Pflegeeltern müssen Wissen haben!
Irene Hummel lebt mit ihrer Partnerin seit vielen Jahren mit drei Pflegekindern.


Demo-Vorbereitung

Preparation for the Demo
Hier werden Ordnerinnen eingewiesen, Plakate geschrieben, und Sprechparolen geübt – wir wärmen uns schon mal auf, um dann auf der Demo ordentlich anzuheizen und für Stimmung zu sorgen! Für die krönende Abschlussaktion der Demo braucht es auch ein paar Koordinatorinnen. Auch wird es Infomaterial geben, um die Plakate und Parolen mit Inhalt zu füttern. Wer ein Megafon hat: Bitte mitbringen!

World Café: Und wie lebst du? Teil II

World Café – and how do you live? Part II
Lesbische Möglichkeiten und Widersprüche heute
Katharina Jacob, Bea Trampenau

Wir möchten mit euch eine offene Diskussion über die politischen Widersprüche und individuellen Möglichkeiten unserer Zeit inszenieren: Lesbisch/feministisch, gesellschaftliche Integration, Roll-back, Anerkennungspolitik, Queer als Schlagwort das scheinbar alles erklärt, Rückzug ins Private sind einige Themen, die uns beschäftigen.
An drei Thementischen, die von Themen-Patinnen betreut werden, möchten wir mit euch in wechselnden Runden diskutieren:
1. Tisch: Lesbisch – Feministisch – Queer
2. Tisch: Von gleichen Rechten für alle Lebensformen bis zur Öffnung der Ehe: politische, rechtliche und individuelle Konzepte des Zusammenlebens
3. Tisch: Wohnformen
Im Plenum werden die Stränge schließlich zusammengeführt.

Der Workshop geht über 2 Blöcke, wir bitten um einen zusammenhängenden Besuch.


Lesbische Identitätsentwicklung im Lebenslauf:
persönliche Erfahrungen aus 65 Jahren

Developing a lesbian identity: the personal experience of 65 years
Vortrag von Dr. Lising Pagenstecher, Sozialwissenschaftlerin

“Identität” heißt: mit sich eins sein, “lesbische Identität”: mit sich als Lesbe eins sein. In diesem Sinne bin ich erst etwa 42 Jahre mit mir “eins”, obwohl ich mich scherzhalber und auch ernsthaft als “Von-der-Wiege-bis-zur-Bahre-Lesbe” bezeichne.
Auf meine Identitätssuche und -findung hatten zwei politische Regime einen großen Einfluss: das sog. Dritte Reich und die Bundesrepublik, d.h. eine Diktatur und eine sich entwickelnde Demokratie. Dabei unterscheiden sich diese beiden Systeme zwar formal ganz erheblich. Aber inhaltlich musste die neue Demokratie sich z.T. mühsam von den noch lange nachwirkenden Normen der Diktatur lösen. Dies gilt für das Verhältnis zur Sexualität, aber noch viel stärker für das Verhältnis zur Homosexualität. Deren partielle Liberalisierung wäre ohne die 68er-Bewegung, die Frauenbewegung und die Lesben-und Schwulenbewegung nicht denkbar. Diese konnten sich aber nur im Rahmen der neuen demokratischen Strukturen entwickeln, wenn auch gegen große Widerstände. Und auch Einstellung und Verhalten meiner Familie gegenüber meiner “Andersartigkeit” wurden durch den Regimewechsel vermutlich in eine humanere Richtung gelenkt.


„Im Netz fischen“ - Wie finde ich eine Partnerin im Internet?

Fishing in the net – Workshop
Workshop mit Daniela Oerter

Du hast einige Frauen im Internet angeschrieben, aber nur selten eine Antwort bekommen? Oder du wirst nicht sehr oft angeschrieben? Und wenn, dann von den Falschen? Hake es ab, verbuche es unter Erfahrungen und starte neu – ab jetzt wird es anders.
Gemeinsam schauen wir, wie du den für dich richtigen Nicknamen findest, was bei Fotos wichtig ist, und vor allem sprechen wir darüber, wie du dein Profil so gestaltest, dass es sympathisch und ansprechend wirkt. Und nicht zuletzt erfährst du, worauf du beim Anschreiben achten solltest, damit deine Bemühungen nicht ins Leere laufen.

Achtung: Maximal 15 Teilnehmerinnen, Teilnehmerinnenliste hängt aus.

Daniela Oerter, Flirtcoaching für Lesben, www.coaching-fuer-lesben.de


Führung zur Münchner Neuen Lesbenbewegungsgeschichte

Guide to the history of Munich’s new lesbian movement

Christine Schäfer, Dokumentarin der Geschichte von Lesben (Forum Homosexualität e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur)
Stationen:
Hofgartenarkaden: Die Lesben der Ersten Frauenbewegung in München
Voraussetzungen zum politischen Aufbruch 1960er, Anfang 1970er Jahre
Marienplatz: Bündnisse
Rindermarkt/Dultstr.: Die „Szene“ der 1950er, 1960er Jahre
Müllerstr.: Die Neue Frauenbewegung und die Rolle der Lesben in den Anfängen
Güllstr./Schmellerstr.: FrauenLesbenzentren und -projekte
Sendl.Torplatz: Aktionen der politischen Lesbenbefreiungsbewegung, Lesben und Community heute

Treffpunkt: Kunstverein München, Galeriestr. 4 (Hofgartenarkaden)
Dauer: ca. 2 Std., es wird eine längere Strecke zu Fuß zurückgelegt

 

Programmphase III (Sonntag, 19. Mai, 13:00-14:30 Uhr)

Film: Sharayet – Eine Liebe in Theheran

Ein Film von Maryam Keshavarz
USA/Frankreich/Iran 2010, 105 Min, OmU

Nach außen hin passen sich die beiden Schülerinnen Atafeh und Shirin den strengen Vorsätzen des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys, experimentieren mit Sex und Drogen, tanzen zu Technomusik und träumen von einem freieren Leben. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutzraum gegen die Moralpolizei und ihre rigiden Vorschriften. Doch als ihr Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wird Atafehs Freiheitsdrang auf eine harte Probe gestellt. Umso mehr, als Mehran merkt, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind …

International Panel: Lesbian life and activism against homophobia


Internationales Podiumsdiskussion: Lesbisches Leben und Aktivismus gegen Homophobie
At the moment talking about LGBT rights is all over the media. This panel wants to expand the horizons and take a look at other countries. How do lesbians live there? Which political developments are there recently? How do people there experience them? How do women fight against homophobia? How can we support local activists?
These topics will be discussed by Olena Semenova (an activist from Kiev), Marie Duconfrotté (an activist from Paris) and other women. Steophanie Kuhnen, chief-editor of the German lesbian magazine “LMAG” will lead the panel.
LGBT Rechte sind derzeit in der Presse vertreten wie selten zu vor. Wir wollen in diesem Plenum einen Blick über die Grenzen hinaus werfen. Wie leben Lesben in anderen Ländern? Welche politischen Entwicklungen gibt es dort? Wie werden diese vor Ort wahr genommen? Wie kämpfen die Frauen dort gegen Homophobie an? Wie können wir die Aktivistinnen vor Ort unterstützen?
Diese und weitere Fragen wollen wir diskutieren unter anderem mit Olena Semenova, einer Aktivistin aus Kiew, und Marie Rousset, einer Aktivistin aus Paris. Moderiert wird das Podium von Stephanie Kuhnen, Chefredakteurin der L-MAG. Das Podium soll einen ersten internationalen Überblick verschaffen. Einige der Teilnehmerinnen werden im Laufe des Wochenendes noch eigene vertiefende Workshops halten.

Vernetzungstreffen für regionale/lokale Lesbenvereine

Networking meeting for regional / local lesbian associations
Cora Karich
Lesbische Vereine gibt es nicht mehr so zahlreich, hauptamtlich Beschäftigte noch viel weniger. Für die Interessensvertretung, die Beratungs- und die Angebotsarbeit vor Ort sind Lesbenvereine nach wie vor unverzichtbar.
Wir möchten einen Erfahrungsaustausch zwischen den Vereinen anregen und gemeinsam die aktuelle Situation analysieren: Welche Ziele verfolgen wir mit unserer Arbeit? Auf welche Erfolge können wir zurückblicken, mit welchen Schwierigkeiten haben wir zu kämpfen? Welche Angebote laufen gut, welche nicht? Wie gehen wir in den Vereinen damit um? Was können wir voneinander lernen, wie können wir uns gegenseitig unterstützen?
Es sind alle Lesben eingeladen, die in lokal oder regional arbeitenden Lesbenvereinen als Haupt- oder Ehrenamtliche aktiv sind.

„Flirten leicht gemacht“

„Flirting made easy“
Workshop mit Daniela Oerter

Bist du manchmal zu schüchtern, um eine Frau anzusprechen? Oder zu unsicher, um mit ihr zu flirten? Fallen dir die richtigen Worte erst ein, wenn es zu spät ist? Wirst du zu oft nur als gute Freundin wahrgenommen? Dann wird es Zeit, das jetzt zu ändern.
Bei diesem Workshop wirst du anhand von Übungen deine Wahrnehmung trainieren. Du wirst entdecken, wie du tolle Komplimente machen kannst. Und du lernst, wie man erfolgreich flirtet, ohne dich zu verstellen oder Sprüche auswendig zu lernen.
Damit bist du das nächste Mal gewappnet, wenn dir eine tolle Frau begegnet.
Maximal 12 Teilnehmerinnen, Teilnehmerinnenliste hängt aus.
Daniela Oerter, Flirtcoaching für Lesben, www.coaching-fuer-lesben.de


Frauenlust und Sinnlichkeit – Tantra für Lesben/Frauen

Women’s lust and sensuality – Tantra for Lesbians/Women
Gabi Leberer & Sangeet Christine Grage

Zum Thema TANTRA wird in Frauen/Lesbenkreisen viel gemunkelt, spekuliert und phantasiert. Was ist TANTRA??? Gibt es überhaupt einen „lesbischen“ Ansatz von TANTRA? Geht es dabei um das exzessive Ausleben kollektiver Gruppensexphantasien oder um Erleuchtung durch einen meisterinnenhaften Umgang mit der sexuellen Energie?
Wir, Gabi Leberer & Sangeet Christine Grage möchten die Antworten auf diese Fragen und mehr mit Euch in unserem Vortrag teilen.
Darüber hinaus stellen wir Euch Grundlagen und Methoden unseres TANTRA-Ansatzes vor, unsere verschied. Seminare incl. unserem Angebot im Bereich Yoni*-Heilung/Yoni*-Massage & neu: Yoni*-Heilung für Lesbenpaare.
Yoni* (Sanskrit) bezeichnet die weibl. Genitalien und heißt übersetzt: ‚Heiliger Raum’


Lesbische Lehrerinnen - sichtbar in der Schule

Lesbian teachers – Visibility in school. Coming out at the workplace school
Coming-out am Arbeitsplatz Schule
Olga Volkert

Obwohl das Thema lesbische (und schwule) Lebensweise mittlerweile ein Thema in der Öffentlichkeit und in den Medien ist, fällt es Lehrerinnen (und Lehrern) immer noch schwer sich am Arbeitsplatz Schule vor ihren Schülerinnen und Schülern zu outen.
Welche Ängste hindern uns daran, vor allem den lesbischen Mädchen in unseren Klassen ein Vorbild zu sein und den heterosexuellen SchülerInnen Erfahrungsräume zu eröffnen mit realen (nicht nur medialen) Lesben? Welche Erfahrungen, Projektionen oder Fantasien blockieren uns? Was könnte uns helfen, einen ersten Schritt zu wagen?
Mit diesen Fragen möchte ich zu einem Erfahrungsaustausch unter Lehrerinnen und Sozialpädagoginnen, die an der Schule arbeiten, einladen und mit Hilfe von Rollenspielen ausprobieren, was wir verlieren oder gewinnen können durch unser Sichtbarwerden in der Schule.


Sisterhood can kill - fehlende Konfliktkultur in Frauengruppen?

Sisterhood can kill – provocative questions on the lack of conflict culture in women’s groups
Vortrag und Diskussion mit Carola Spiekermann

Konflikt und Streit werden von den allermeisten Frauen als bedrückend und gefährlich erlebt, da sie oftmals einhergehen mit Kränkungen und Verletzungen. In diesem Vortrag werden verschiedene Konfliktarten, vertraute Blockaden in der Konfliktbewältigung sowie deren frauenspezifische Aspekte vorgestellt.
Diktiert die Angst ausgeschlossen zu werden, eine Verneinung aggressiver Gefühle im Miteinander? Schüren Freundschaft und Liebe das Verletzungspotential z.B. innerhalb einer Gruppe? Schmieden wir Allianzen um uns zu trauen, fordernd und kritisch aufzutreten?
Der Vortrag richtet sich an Interessierte, die sich beruflich, ehrenamtlich und/oder privat in Frauengruppen bewegen.


Queere-feministische Ökologie

Queer-feminist ecology
Ella von der Haide

Wenn Öko- und Queer-Feminismus zusammenfallen, dann können bisher unbekannte Interferenzen und Sichtweisen jenseits von Heteronormativität, Speziesismus, Evolutionslogiken und Naturromantik entstehen. Alternative Möglichkeiten für Allianzen und Strategien eröffnen sich, um für Umweltgerechtigkeit und eine respektvollen Umgang zwischen Menschen und Mehr-als-Menschen einzutreten.

Die Filmemacherin und Gartenaktivistin Ella von der Haide wird queer-feministische Ökologie vorstellen und zeigt Filmausschnitte aus ihrem Film „Eine andere Welt ist pflanzbar! Urbane Gemeinschaftsgärten in Nordamerika“ mit Interviews mit queer-feministischen Gemeinschaftsgärter*innen aus San Francisco. Zum Abschluss wollen wir dann über die Relevanz dieser Theorien für unseren Kontext sprechen.


Frauen und erotische Dienstleistungen

Women and erotic services. Pros & Cons: women as customers of the providers of adult services
Pro/contra: Frauen als Freierinnen von Erotik-Dienstleisterinnen
Lady Sara

Ähnlich wie in „Pro/Contra Lesbenporno“-Workshops erörtert wird, was einen Porno von und für Frauen von Hetero- oder Schwulen-Pornos unterscheidet, werden wir hier überlegen, wie eine lesbisch-erotische Dienstleistung aussehen muss, um sowohl attraktiv als auch ethisch korrekt zu sein. Es werden auch Contra-Argumente gesammelt, wieso dies ggf. als unmöglich bzw. moralisch nicht vertretbar erscheint. Es werden Texte gelesen, Erfahrungen berichtet, Brainstormings und Impro-Rollenspiele in Zweiergruppen („Vorgespräch zwischen Dienstleisterin und Freierin“) angeregt, gemeinsam diskutiert.

Content Warning: Die gelesenen Texte beinhalten Vulgärsprache, auch SM wird erwähnt. Beides ist auch im Rollenspiel nicht auszuschließen.


„BlickFang-Workshop“ mit Augen und Händen

Attention-Getter Workshop’ with eyes and hands
Viola Kunkel

Bei diesem Gebärdensprach-Workshop geht es vor allem darum, spielerisch mit Spaß
und Freude in die visuelle Welt des Gebärdens einzutauchen. Mit Augen und Händen,
statt mit Ohren und Stimme miteinander flirten. Wie das geht und noch mehr könnt ihr
in diesem Workshop ausprobieren.


Annette von Droste-Hülshoff: Dichterin, Komponistin – und 'Schwester'?

Annette von Droste-Hulshoff: poetess, composer – and “sister”?
Susanne Wosnitzka

Sie ist Deutschlands Poesiefürstin, ihre Judenbuche wurde weltberühmt, ihr Konterfei zierte den 20-DM-Schein als besonders hohe Anerkennung für ihr Schaffen. Ihr letztes und so geliebtes Domizil fand sie am Bodensee. Doch kaum jemand kennt Annette als Komponistin!

Seit Jahrzehnten hält sich hartnäckig das Bild von Annette als enttäuschte Hete, deren Ziehsohn und “Geliebter” sie gnadenlos sitzen ließ – aber auch das Gerücht, dass Annette lesbisch war. Sie hatte lesbische Freundinnen wie Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens-Schaafhausen und bewegte sich in einem offenen Freundinnenkreis.

An eine Freundin schrieb Annette ein erotisches Traumgedicht. Die sterblichen Überreste dieser beiden Frauen liegen dicht an dicht auf dem Meersburger Friedhof … ich erzähle Euch davon.


Lesben sind ... Lesbische Identität(en), Identitätspolitik und Vielfältigkeit

Elena Barta

Identität(en) strukturieren unsere Gesellschaft. Die selbst gewählte und/oder auferlegte Identifizierung mit einem Geschlecht, einer Sexualität, einer Nationalität, einer Abilität prägt nicht nur unsere Möglichkeiten, sondern auch unsere individuellen Gewalt- und Macht-Erfahrungen. Die Identität Lesbe ist eine sehr persönliche, die mit Coming-outs, Sexualität und Beziehungen verbunden ist und gleichzeitig eine öffentliche, politische, durch soziale Bewegungen erkämpfte Lebensform. Reicht die Identität „Lesbe“ um die Vielfältigkeit der lesbischen Community zu repräsentieren?
In diesem Workshop werden wir gemeinsam erarbeiten, was Identität(en) ausmacht, unsere eigenen Identitäten reflektieren und dabei sowohl Privilegien als auch Diskriminierungen thematisieren.


Workshop Lesben und Sucht: „Ein Gläschen in Ehren...?“

Lesbians and addiction – “…one for the road?”
Ingrid Neunhöffer

Auch (oder gerade?) Lesben begegnen dem Thema „Sucht“ im Alltag.
Hat meine Freundin / meine Partnerin / mein Kind / mein Elternteil oder habe ich selbst ein Suchtproblem und wenn ja, was mache ich dann? Was bedeutet Abhängigkeit? Woher kommt sie? Welche Unterstützungs-, Beratungs- und Therapiemöglichkeiten gibt es, und was können sie bewirken? Wie kann ich mich selbst oder andere unterstützen, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen? Und was mache ich mit meiner Hilflosigkeit?
Je nach Interesse der Teilnehmerinnen kann es um verschiedene Suchtmittel (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen oder auch Spielsucht, Bulimie/Anorexie…), um eigenes Erleben oder um sachliche Informationen gehen.
Die Referentin ist Sozialpädagogin und arbeitet in einer Suchtberatungsstelle.


Lesbisch-feministisches Erbe zu vergeben. Erzählcafe mit Polina Hilsenbeck (Moderation Ariane Rüdiger)

Polina Hilsenbeck ist ein Urgestein der autonomen Frauen- und Lesbenbewegung. Sie arbeitete beispielsweise am Aufbau des Münchner Frauenzentrums in der Gabelsbergerstraße aktiv mit und engagierte sich gegen die Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. Mit anderen Frauen baute sie das mit 120 Mitarbeiterinnen höchst erfolgreich arbeitende FrauenTherapieZentrum in München auf, welches sie heute leitet. Im Jahr 2011 wurde Polina Hilsenbeck mit dem Anita-Augspurg-Preis der Stadt München ausgezeichnet. Ariane Rüdiger spricht mit ihr über ihre Erfahrungen als Frau und Lesbe in der Frauen- und Lesbenbewegung und die Rolle, die der lesbische Feminismus in ihrem Leben und ihrer Arbeit spielt. Anschließend können die Anwesenden mitdiskutieren. Wir hoffen auf eine lebendige Auseinandersetzung!
Polina Hilsenbeck, Jg. 1951, Psychologin, seit 1974 in der Münchner und deutschsprachigen Frauen- und Lesbenbewegung aktiv, Netzwerkerin und Projektefrau aus Leidenschaft.
Ariane Rüdiger ist freie Journalistin, Autorin und Moderatorin in München.

Gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte

Residential projects
Anete Wellhöfer

Eingeführt wird in das Thema gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte mit einem Impulsreferat von Anete Wellhöfer. Danach gibt es eine Fragen- und Antwortenrunde mit anschließender Diskussion. Wir werden u.a. den Fragen nachgehen, was die Vorteile und das Besondere an Wohnprojekten ist. Wie gründe ich ein Wohnprojekt? Die am häufigsten begangenen Fehler, Erfahrungsaustausch.

Politisch sind Wohnprojekte sehr interessant da sie ein Teil einer Demokratisierung unseres Lebensalltags sind.Sie sind zukunftsweisend, machen unabhängiger, sind kreativ, übernehmen Verantwortung und in ihnen wird direkte Demokratie gelebt.

Anete Wellhöfer, Geschäftsführender Vorstand und Mitbegründerin der MiKa eG in Karlsruhe. Die MieterInneninitiative Karlsruhe ist ein gemeinschaftsorientiertes
Wohnprojekt mit ca. 240 BewohnerInnen und besteht seit 16 Jahren.

Programmphase IV (Sonntag, 19. Mai, 15:00-16:30 Uhr)

Film: Man for a day


Ein Film von Katarina Peters
Deutschland 2012, 96 Minuten

Die weltweiten Auftritte und Workshops der Gender-Aktivistin Diane Torr sind legendär. Das große Thema der Performance-Künstlerin seit inzwischen über 30 Jahren: das theoretisch-künstlerische und pragmatisch- handfeste Experimentieren mit Aspekten geschlechtlicher Identität. Katarina Peters beobachtete den Verlauf eines Berliner Workshops von Diane Torr, in dem eine Gruppe aufgeschlossener Frauen sich mit den Geheimnissen des Mannseins vertraut macht. Was macht einen Mann zum Mann, was eine Frau zur Frau? Wo und wann wird die geschlechtliche Identität formatiert? Was ist natürlich, was ist antrainiert? Jeder von Torrs Workshops ist ein soziales Labor-Experiment mit offenem Ausgang für die Teilnehmerinnen: Ist es möglich, über das selbst-bewusste Durchspielen unterschiedlicher Rollenmuster Freiheiten zu schaffen und Grenzen zu überschreiten bezüglich genuin männlicher, respektive weiblicher Eigenschaften?


Die Zukunft des LFTs - mit weniger Hürden, mehr Solidarität sowie einfacherer Organisation als gemeinsames Event gestaltet

Anja Pabst u.a.
In der Wahrnehmung der Münchener Orgas hat sich das LFT verändert: Die Orgas werden kleiner, somit lastet die Verantwortung der Organisation auf wenigen Schultern. Ansprüche und das Selbstverständnis der LFT-Teilnehmerinnen scheinen zu wachsen bzw. sich zu verändern. Fördermittel fallen spärlicher aus. Hinzu kommen Beschlüsse, die die Arbeit der Orgas verbindlich lenken. Sowohl für die Auslagerung einzelner Arbeiten vorab sowie auch beim LFT vor Ort als auch für die verschiedenartigen Bedürfnisse im Bereiche Barrierefreiheit fehlt häufig das Geld bzw. ist das finanzielle Risiko zu hoch.
Wir möchten mit Euch diskutieren, wie künftige LFT unter dem Blickwinkel von weniger Hürden, mehr Solidarität sowie einfacherer Organisation als gemeinsames Event gestaltet werden können.

Sexy and Safe

Laura Meritt

Lesben und Safe Sex: Wie sieht das aus, wie kann das lustvoll praktiziert werden? Macht das überhaupt eine und wenn ja, warum? Was kann ich mir schon einfangen?
Tipps und Techniken rund um die Gesundheit mit Frau Doktor Lach.


Körper-(Struktur)-Aufstellungen (Teil I)

Body-(structure)-positioning (Part I)
Sanne Smilla

Unser Körper ist ein faszinierendes System. Er speichert Informationen, die uns häufig nicht bewusst sind.
Organe oder Körperteile können Lasten übernehmen, die woanders hingehören. Sie können an ausgeschlossene Personen im System erinnern, auf unverarbeitete traumatische Ereignisse hinweisen, Überlastungen anzeigen oder Richtungsänderungen in der Lebensführung empfehlen.
Eine Aufstellung des Systems Körper auf der Bühne gibt uns in vielfältiger Weise Aufschlüsse, sowohl über unsere leibliche Kommunikation, als auch über deren Wechselwirkung mit der Welt außerhalb. Körperliche Dysfunktionen können ihre Ursache in symbolischen Überlagerungen aus anderen Systemen wie Umwelt, Familien, Kirche etc. haben.
Es gibt für eine Frau die Möglichkeit die Aufstellung zum Thema Körper zu machen, andere aus der Gruppe können als Stellvertreterin gewählt werden.
(Maximal 14 Teilnehmerinnen)


Die Chakren-Welle: Tantrische Körpermeditation mit Musik

Tantric Chakra Meditation
Sangeet Christine Grage & Gabi Leberer, www.frauentantra.de

Wir möchten Dir eine Basis-Übung aus unseren Tantra-Seminaren vorstellen:
Die Chakren-Welle. Du lernst darin deine Energie zu wecken und sie lustvoll durch Deinen Körper fließen zu lassen.

Hierbei atmest und fühlst Du in jedes Deiner Chakren (feinstoffliche Energiezentren) hinein, im Sitzen oder im Stehen. Für jedes Chakra gibt es unterschiedliche Musik und Du kannst Dich dazu bewegen oder ausdrücken, wie es Dir entspricht.

Die Meditation dauert 1 Stunde. Wir werden Dir zu Beginn erklären und demonstrieren, wie die Meditation abläuft. Hinterher besteht die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.
Wenn möglich, bringe eine Decke und ein Sitzkissen sowie lockere und bequeme Kleidung mit.


Trau Deiner Trauer – und entdecke zeitlose Wahrheiten in Dir

Trust your grief – and discover timeless truths within yourself
Andrea Martha Becker

In diesem Workshop kannst Du Dich Deiner Trauer annähern, egal um wen oder was du trauerst. Dabei erfährst Du auch etwas darüber, was Deine Trauer Dir über Dich, Deine Ängste und Deine Sehnsüchte mitteilen kann, nämlich „zeitlose Wahrheiten“, die Dir helfen zu erkennen, was Dich ausmacht. Du kannst in diesem Workshop auch herausfinden, was Du jetzt gerade brauchst und welches Dein nächster Schritt auf Deinem Weg ist.
Der Workshop enthält Gesprächsrunden, Theorie und kleine Übungen.
Wenn möglich, bringe bitte einen Stift und eine Schreibunterlage mit.
Andrea Martha Becker, Ausbilderin von “Seelfrau. Trauer-, Sterbe- und Seelenbegleiterin“, www.seelfrau.de, Trauerbegleiterin (ITA), Theologin (konfessionslos), Krankenschwester, Aufstellungsleiterin, schamanische Ausbildung


'Da ich nur eine Patientin bin, soll ich mir alles stillschweigend bieten lassen.' - Lesung aus Briefen von Opfern der Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus

“As a mere patient, am I supposed to suffer without complaint.” – reading of letters by victims of the „euthanasia“ during the National Socialist era.
Sibylle von Tiedemann

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mehr als 300.000 psychisch kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen ermordet. In den zum Teil noch erhaltenen Krankenakten befinden sich Briefe der Patientinnen, die in den Anstalten zurückgehalten wurden. Nach einem historischen Überblick über das nationalsozialistische „Euthanasie“-Programm soll die Lesung aus den Briefen Einblick geben in den damaligen Klinik- und Behandlungsalltag, in die Ängste, Wünsche und Sehnsüchte der Patientinnen. Dabei wird die Perspektive der Opfer gewahrt und ihnen 80 Jahre nach der nationalsozialistischen Machtübernahme eine Stimme gegeben.

Sibylle von Tiedemann, Historikerin, freie Mitarbeiterin am NS-”Dokumentationszentrum München”, Mitglied der AG “Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München”; Recherche für das Gedenkbuch der Münchner Opfer der Krankenmorde


Lesbians in Ukraine: get a view from inside

Lesben in der Ukraine: Bekomm einen Einblick von Insiderinnen
Free conversation hour in a format of Live Library. One can meet lesbian activists from different regions of the country to know from inside how lesbian people survive in homophobic surrounding, develop communities and fight for their rights. Activists represent “The New Wave for the Better Future”, an LGBT organization from Kherson region that works with lesbian families, and “Spectrum”, an LGBT initiative group from Kharkiv city that develops cultural and sport projects for women, and KyivPride Committee.

Lesbische Feministin aus Leidenschaft? – Brauchen wir eine politische Heimat?

Lesbian feminist by passion? – Do we need a political home?
Franziska Swars

Welche kann das sein? Was verbirgt sich für jede hinter dem Begriff Feminismus? Gibt es die Politlesbe, lesbische Ökofeministin noch? Sollten solche Zuordnungen nicht aufgehoben werden oder brauchen wir sie für uns?
Feminismus und Lesbisch-Sein das waren am Anfang der Lesbenbewegung zusammen gedachte politische Begriffe. Was ist für uns als Lesben heute politisch? Wann bin ich politisch und wie bin ich evtl. als Lesbe politisch? Wo kann politische Heimat sein?
Wir wollen Fragen aufwerfen, uns in eine leidenschaftliche Diskussion bringen, unsere unterschiedlichen Sozialisationen, Lebenssituationen, Erfahrungshintergründe und das Altersspektrum der Anwesenden berücksichtigen. Die Fragen, die wir aufwerfen, führen uns evtl. zu neuen Verortungen, Erkenntnissen.


... die Freiheit, die wir meinen… - Freiheitsverständnis in der Frauen- u. Lesbenbewegung

… the freedom we mean… – the concept of freedom among women’s and lesbian movements

Andrea Buchwald, Uta Keppler
Wir berichten von den Diskussionen der AG “Feministische Rechtstheorie” und laden Euch ein, die eigenen Freiheitsbedürfnisse gemeinsam näher anzuschauen. Denn: Die Marlboro-Freiheit der Werbung und die der Neoliberalen meinen wir nicht, wenn wir von Freiheit reden und Freiheit ohne Verantwortung gerät schnell in Schieflage.
Juristische und/oder philosophische Vorbildung kann, muss aber nicht hinderlich sein für diesen Workshop (wir arbeiten uns nicht an männlichen (Rechts-)Philosophen ab!)
Andrea Buchwald, Uta Keppler, Anarchistin und Feministin
Wir sind beide Juristinnen und seit Jahren in der bundesweiten AG „Feministische Rechtstheorie“ engagiert.


Polyamorie – wenn`s um mehr als Homo-Ehe geht

Polyamory – more than simply same-sex marriage
Elena Barta

Der Kampf um die Gleichstellung homosexueller Paare bei Eheverträgen hat das letzte Jahrzehnt in der lesbisch-schwulen Community geprägt – andere Formen zwischenmenschlicher Beziehungen wie offene, polyamoröse, platonische oder ‘rein’ sexuelle Beziehungen sind dabei selten thematisiert worden. In diesem Workshop werden wir eigene Erfahrungen mit alternativen Beziehungsmodellen diskutieren und Kritikpunkte an romantischen Zweierbeziehungen ansprechen.


LFT-CHOR - gute Laune ist (k)eine Kunst

LFT-chorus – joyfulness is (not) an art in itself
Claudia Fuchs

Du hast schon mal in einem Chor gesungen, aber das ist lange her, oder noch nie? Oder du kannst einfach vom Singen nicht genug kriegen?
Dann komm zum LFT-CHOR. Hier machen wir zunächst ein paar Körper-, Atem- und Stimmübungen, um dann ein paar mehrstimmige Lieder zu singen.
Ich bring euch etwas rhythmisch Beschwingtes und auch etwas Ruhiges mit.
Ich freu mich auf unsere Klänge!

Claudia Fuchs, Chorleiterin der LechCHORallen (Chor des Frauenzentrums Augsburg)


Mit eigenen Worten: Ein Spoken-Word-Workshop

Katinka Kraft

Stapeln sich manchmal Ideen in deinem Kopf, die nach passenden Buchstabenreihen suchen? Und wolltest du schon immer mal deine Geschichten, Liedtexte, Gedichte oder andere Wortsammlungen auf Papier bringen? In diesem Workshop hast du die Möglichkeit, mit Worten zu spielen und deine eigenen Geschichten zu entdecken. Anhand eines kurzen Einblicks in kreative Methoden wirst du zum Schreiben ermutigt und inspiriert. Auch wenn du noch nie etwas geschrieben hast – die Lust auf die Worte zählt. Der Workshop vermittelt Einblicke in die Kunstform des Spoken Word („gesprochenes Wort“). Sie ist eine Verschmelzung von Poesie und Performance, von Schreiben und Vortragen. In Deutschland ist Slam Poetry die exponierteste Form des Spoken Word, aber es gibt in unserem Fall keinen Wettbewerb.


Was ist und wie entsteht eine Führung zur Vielfalt von Lesbengeschichte? – Lesben gestalten eine multikulturelle und mehrgenerationelle Führung zu Lesbengeschichte

What is a guided tour of the diversity of lesbian history and how does it come about? – Lesbians from different generations, of differing abilities, from migrant background, from different cultures and interested in history give a guided tour of the lesbian history of their cities.

Christine Schäfer

o Welche Orte, Menschen sind mir wichtig?
o Welches Wissen, welche Erfahrungen sollten weitergegeben werden?
o Wie sollte beides weitergegeben werden?
Geschichtsbegeisterte Lesben verschiedener Generationen und Fähigkeiten, mit Migrationshintergrund und aus allen Kulturen gestalten eine Führung zur Lesbengeschichte in ihrer Stadt, ihrem Wohnort.

Workshop mit Christine Schäfer, Dokumentarin der Geschichte von Lesben.
Außer Stadtführungen zur Geschichte der neuen Lesbenbewegung organisiere ich Veranstaltungen, z.B. Lesungen, Vorträge, Erzählcafés und bin im Vorstand vom Forum Homosexualität e.V. – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur.


Nachtschattenpower -
SUBSISTE(R)NZ leben - eine Lebensform für Lesben? (Teil I)

The power of nightshade. Subsistence – a way of life for lesbians?
Dagmar Benedikt, Ruth Devime
- ein Workshop von und für internationale, anarchistische, feministische, lesbische Unruhestifterinnen, Guerillagärtnerinnen, Kleinhäuslerinnen, Biorebellinnen und solche, die dies noch werden möchten!
Wir vermitteln Wissenswertes und Politisches (jenseits von Patriarchelen Kategorien von Denken, Handeln und Be-Greifen) zur SubSISTE(R)nz mit Bildern, Filmsequenzen und Geschichten, berichten von Theorien von Lesben/Feministinnen und deren Lebensweisen. Beispiele aus der feministischen Kunst vermitteln die politisch/ökologische Notwendigkeit von neuen und/oder alten Lebensformen für alle Lesben.
Praktische Übungen zu Anbau von LEBENsmitteln und Konzepte zum Leben am Land – auch für Landlose Lesben – öffnen Türen für einen anderen Blick auf Wohnen, Arbeiten und die Welt. Köstliches aus unserer Subsistenzwirtschaft werden wir verspeisen! Alle bekommen verschiedene Samen und Texte zur SUBsiste(r)ENZ!

Programmphase V (Sonntag, 19. Mai, 17:00-18:30 Uhr)

Film: Jalda und Anna


Jalda Rebling und Anna Adam verbinden sehr viele Sachen. Nicht nur, dass sie beide gemeinsam im Stadtteil Prenzlauer Berg in Berlin zusammen wohnen und dass sich beide dafür entschieden haben ihrem Leben in der Kunst einen Ausdruck zu geben. Was die beiden viel mehr eint, ist der Fakt, dass sie Töchter sind, dessen Mütter jeweils den Holocaust in Auschwitz überlebt haben. Und dieser Aspekt der Vergangenheit findet sich heute in vielen Facetten ihres Lebens wieder. Der Film begleitet das lebensfrohe Paar. Er zeigt, wie sie ihre Arbeit als Künstler nutzen, um die Geschehnisse der Vergangenheit zu reflektieren und kommentieren. Annas Kunstprojekte wie der “happy hippie jew bus” gehören genauso dazu, wie Jaldas Tätigkeit als Musikerin in einer mittelalterlichen jüdischen Musikstil-Band und ihr Werken als Mitglied der Concervatice Yeshiva Universität in Jerusalem.

Frauenkörper neu gesehen (Buchpräsentation)

A new perspective on the female body – book presentation
Laura Meritt

Neuauflage des Kultbuches Frauenkörper neu gesehen. „A New View on Woman´s Body“ erregte in den 70er Jahren helles Aufsehen in den USA wie auch in den deutschsprachigen Ländern. Die darin enthaltenen Abbildungen des weiblichen Körpers zeigten erstmals weitgehend unbekannte Details und bereicherten das schulmedizinische Wissen mit alternativen Erkenntnissen.
In der überarbeiteten Fassung wird diese bahnbrechende Darstellung des weiblichen Sexualkomplexes dadurch ergänzt, dass jetzt auch Methoden der Selbstuntersuchung erklärt werden und frauentypische Gesundheitsfragen ein eigenes Thema bilden. Dazu zählen beispielsweise Verhütung, Safer Sex, Schwangerschaftsabbruch, Schönheitsoperationen und Intimchirurgie. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Frage nach Körpern und Identitäten. Ein Ritt durch die Geschichte der Frauen-Gesundheitsbewegung dokumentiert zudem die wachsende Neugier, sich mit Sexualität und Körperlichkeit ernsthaft auseinanderzusetzen.
Das vorliegende Buch bleibt ein einzigartiger Glücksfall durch den unverstellten, beobachtungsgenauen und allumfassenden Blick auf die weibliche Sexualanatomie. Zeichnungen und Fotografen wie diese sind in keiner anderen Veröffentlichung zu finden.
Oft fehlen ausgerechnet die Zusammenhänge des weiblichen Sexualapparats in den herkömmlichen Anatomie- oder Medizinlehrbüchern, wie auch in der vergleichbaren so genannten Fachliteratur. Um diese Lücke zu schließen, wurde der Klassiker kurzerhand neu aufgelegt und von A bis Z überarbeitet.


Mein Weg zu Mir und zu Dir – Welche Beziehungen willst Du leben?

Silvia Pinter
Leben wir Liebesbeziehungen, wie wir sie uns wünschen? Kommunizieren wir offen, klar und achtsam miteinander? Gehen wir achtsam mit unseren und den Grenzen anderer um?

In unserer Ursprungsfamilie haben wir Grenzen, Kommunikationsformen, Regeln und Werte erlernt und darauf unsere Gedanken- und Verhaltensmuster aufgebaut. Daraus entstandene Beziehungs- und lebensblockierendes Muster können wir erkennen und verändern.

Inhalt: Verschiedene Grenzen und Kommunikationsformen, die Bereitschaft zu Änderung und Wachstum.
Seit 1992 von Silvia mit entwickelten Synthese der Systemische Arbeit n. Virginia Satir u. Kinesiologie

Silvia Pinter: Kinesiologie, Systemische Arbeit, Sehpädagogik
T. 0163 758 00 23
www.Systemische-Kinesiologie.net, Info@Systemische-Kinesiologie.net


Körper-(Struktur)-Aufstellungen (Teil II)

Body-(structure)-positioning (Part II)
Sanne Smilla

Unser Körper ist ein faszinierendes System. Er speichert Informationen, die uns häufig nicht bewusst sind.
Organe oder Körperteile können Lasten übernehmen, die woanders hingehören. Sie können an ausgeschlossene Personen im System erinnern, auf unverarbeitete traumatische Ereignisse hinweisen, Überlastungen anzeigen oder Richtungsänderungen in der Lebensführung empfehlen.
Eine Aufstellung des Systems Körper auf der Bühne gibt uns in vielfältiger Weise Aufschlüsse, sowohl über unsere leibliche Kommunikation, als auch über deren Wechselwirkung mit der Welt außerhalb. Körperliche Dysfunktionen können ihre Ursache in symbolischen Überlagerungen aus anderen Systemen wie Umwelt, Familien, Kirche etc. haben.
Es gibt für eine Frau die Möglichkeit die Aufstellung zum Thema Körper zu machen, andere aus der Gruppe können als Stellvertreterin gewählt werden.
(Max. 14 Teilnehmerinnen)


Yoga nach B.K.S Iyengar

B.K.S. Iyengar Yoga experience – learn to know your body
Yoga ist Erfahrung – erfahre Deinen Körper
Viola Bräuer

Yoga nach dem Inder B.K.S. Iyengar bedeutet, mit dem eigenen Körper zu meditieren. Wir werden einzelnen Übungen, so genannte Asanas zusammen ausführen. Ziel ist es, den eigenen Körper, die eigenen Muskeln bewusst wahrzunehmen, anzuspannen und los zu lassen und über diesen praktischen Weg Frau im eigenen Haus, im eigenen Körper zu sein.

Bitte bringe eine Yogamatte und bequeme Kleidung mit.
(Max. 14 Teilnehmerinnen)

Weitere Informationen zu mir und zu B.K.S. Iyengar- Yoga findest Du unter: www.yogapraxis.vbraeuer.de/.

Die Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt auf eigene Verantwortung.


Masken faszinieren – sie laden ein zu Verwandlung und Spiel

The fascination of masks – they invite play and transformation. Masquerade with fairy tales
Roswitha Eder

Maskenworkshop für ALLE, die die faszinierende Welt der Masken kennenlernen wollen. Das Maskenspiel ist eine vielfältige und sehr kraftvolle Möglichkeit mit den inneren Schätzen und Potenzialen in Berührung zu kommen.
Der Raum wird zur Bühne. Jede sucht sich “ihre” Maske aus und das Abenteuer der Verwandlung beginnt. Mit einfachen Übungen nähern wir uns der Maske und dem Spielraum – das Maskenwesen kennt keine Worte, der Körper übernimmt die Führung und findet zum eigenen Spiel, zum eigenen Ausdruck. Eine Entdeckungsreise ohne “Drehbuch” beginnt.
Intuitive Musik begleitet und unterstützt das freie improvisatorische Spiel.
Viele Masken stehen zur freien Auswahl.
Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Roswitha Eder – maskenzeit@web.de – www.maskenzeit.de


Frauenmusikfestival in Michigan / Michigan Fever

Michigan Womyn’s Music Festival
Ginny Irish und Anete Wellhoefer

Seit 38 Jahren verbringen tausende von Frauen jedes Jahr eine Woche im Sommer auf einem idyllischen Stück Land in Michigan/USA. Auf über 260 Hektar zwischen Wald und Weiden und auf den drei Bühnen gibt es jede Menge Raum für Performance, Tanz, Musik, Comedy, Theater, Workshops und Camping im Freien. Das „Michigan Womyn’s Music Festival“ ist eine Art Woodstock für Frauen, nur musikalisch wesentlich abwechslungsreicher. Von Folk bis Jazz, von Rap bis Pop ist alles dabei. Legendär sind die Obenohne-Moshpits bei den Punkrockkonzerten, aber auch die mondin-Trommelgruppen.

Wir zeigen Fotos und eine 11-minütige DVD „Michigan Fever“, um einen Einblick in das Leben und die Geschichte der Festival-Kultur zu geben.
www.michfest.com


Erzählt doch mal! Generationenübergreifendes Erzählcafé

JuLes München

Wie war es früher als Frauen liebende Frau zu leben? Wie ist es heute? Was hat sich verbessert? Was muss sich noch verbessern? Erzählt doch mal!

Wir laden die Teilnehmerinnen dazu ein, aus ihrem Leben zu erzählen oder einfach den anderen zuzuhören. Ihr gestaltet die Veranstaltung selbst.


Schnuppercast

Podcasts für Anfängerinnen
Zara Pfeiffer & Julia Jäckel von Simulationen des Selbst: www.simulanten.net

Dieser Workshop richtet sich an alle, die in die Welt des Podcastings reinschnuppern wollen: Was sind Podcasts? Wie funktionieren Podcasts? Welche queer/feministischen Podcasts gibt es? Wie finde ich neue und spannende Podcasts? Mit welchen Tools kann ich Podcasts abonnieren und hören? Im zweiten Teil des Workshops werden wir vorstellen, wie Podcasts entstehen: Warum machen Leute Podcasts? Mag ich vielleicht selbst anfangen zum Podcasten? Welche Technik brauche ich dafür? Zum Abschluss bauen wir einen analogen Jingle. Für den Workshop braucht es keine besonderen Vorkenntnisse.


Ladyfeste, Radical Cheerleading und Protest

Eine Einführung in Queer-Feministische Aktionsformen
Elena Barta

Queer-Feministischer Aktionismus wie Slutwalks oder Radical Cheerleading haben es in den letzten Jahren geschafft, queere Themen öffentlich anzusprechen und gleichzeitig innerhalb der lesbischen Community wichtige kritische Impulse geliefert. In diesem Workshop werden wir uns beispielhaft mit Aktionsformen beschäftigen und diskutieren, welche Formen in unserer eigenen Praxis funktionieren können.


In der Wachheit meines Herzens ruhend ...

Die innere Haltung der Präsenz in der Gewaltfreien Kommunikation
Serene in the alertness of my heart – the inner attitude of presence in NVC
Eva Fellerer

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.“ (Rumi)
Hm, mag sein – doch wie komme ich da hin?
Neben den „vier Schritten“ ist es die innere Haltung von Präsenz und Mitgefühl, die uns tiefe und wahrhaftige Begegnung ermöglicht. Denn mit der Aufmerksamkeit ganz im Hier und Jetzt zu sein, mit wachem Interesse und offenem Herzen anderen und sich selbst gegenüber – diese Präsenz ist eines der kostbarsten Geschenke, die wir uns machen können.
Ich lade euch ein zu Einzel – und Paarübungen, zu Spielerischem und Besinnlichem und gebe auch ganz praktische Tipps für den Le(s)bensalltag.

Eva Fellerer, Jg.62, Landlesbe, Trainerin für GFK


Liebe auf Augenhöhe - Sekundärtraumatisierung in lesbischen Beziehungen

Love on an equal footing – secondary trauma in lesbian relationships
Tanja Rode

Viele Lesben haben in ihrer Biografie traumatische Erfahrungen erlebt, deren Spuren bis in die Gegenwart hineinreichen und sich insbesondere in Liebesbeziehungen aktualisieren können. Das ist nicht nur für die unmittelbar Betroffene leidvoll, sondern kann auch für die Partnerin belastend sein. Vor allem vor dem Hintergrund sexueller Gewalterfahrungen können für beide einengende Beziehungsstrukturen entstehen: wenn die eine im Wesentlichen als Opfer und Überlebende, die andere als Helferin und Retterin gesehen wird.
Der Workshop vermittelt Grundlagen über Traumatisierung und Bewältigungsstrategien. Es werden mögliche Beziehungsdynamiken erläutert und Raum für neue Perspektiven und Anregungen für mehr Gestaltungs- und Bewegungsfreiräume in lesbischen Beziehungen eröffnet – eben „Liebe auf Augenhöhe“.


LGBTQAIP – bist du auch eine von uns? Diskriminierung innerhalb der lesbischen Szene

LGBTQAIP – Are you one of us? – Discrimination within the lesbian scene
Judith Föckersperger und Andrea Leischner

LGBTQAIP steht für lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, queer, asexuell, intersexuell und pansexuell. Am Anfang erklären wir verschiedene Begriffe, die Gruppen beschreiben, die in der lesbischen Szene eher an den Rand gedrängt werden. Danach wollen wir in einer offenen Diskussion über Diskriminierungserfahrungen, die Sichtbarkeit verschiedener Gruppen in der Szene und Sensibilisierung reden.
Eigentlich sollte man ja denken, dass alle Lesben in jeder Hinsicht offen und tolerant sind, weil sie ja selbst erlebt haben, was es heißt, ausgegrenzt zu werden. Doch der Alltag in der Szene sieht oft anders aus. Ein Gesprächskreis für mehr Verständnis und Akzeptanz in der Szene.


„Mädesüß“

Lyrik und Gespräch
Meadowsweet (lyric recital and discussion)
Sabina Lorenz

„Dabei war ich doch schon verschwunden/in dir, als wir es taten, taten wir es über/deines Vaters Schafen, was Herden genau/bedeuten, wussten wir da noch nicht [...]“

„Mit Lyrik kann ich nicht viel anfangen“, den Satz höre ich immer wieder. Deshalb möchte ich zu den Gedichten einen Zugang bieten und Raum für Fragen lassen.

Lesung aus den Lyrikbänden „Die Fremde ist ein Ort“ und „Echos für eine Nacht“ und noch unveröffentlichten Gedichten.


Edlira Harizaj: Zumba Dance/Aerobic

ZUMBA ist ein mitreißendes Fitness-Workout mit Tanzbewegungen zu latein-amerikanischer Musik und ist wegen des hohen Spassfaktors weltweit nicht mehr aufzuhalten. Mit einfachen Tanzschritten verbringen wir gemeinsam dynamische 45 min, die ein ganzheitliches Körpertraining spielend leicht gestalten. Anschliessend hilft uns Bodystyling unseren Puls zu beruhigen und mit Hilfe von Muskelkrafttraining pures Hüftgold verbrennen zu lassen.

Nachtschattenpower -
SUBSISTE(R)NZ leben - eine Lebensform für Lesben? (Teil II)

The power of nightshade. Subsistence – a way of life for lesbians? (Part II)
Dagmar Benedikt, Ruth Devime

- ein Workshop von und für internationale, anarchistische, feministische, lesbische Unruhestifterinnen, Guerillagärtnerinnen, Kleinhäuslerinnen, Biorebellinnen und solche, die dies noch werden möchten!
Wir vermitteln Wissenswertes und Politisches (jenseits von Patriarchelen Kategorien von Denken, Handeln und Be-Greifen) zur SubSISTE(R)nz mit Bildern, Filmsequenzen und Geschichten, berichten von Theorien von Lesben/Feministinnen und deren Lebensweisen. Beispiele aus der feministischen Kunst vermitteln die politisch/ökologische Notwendigkeit von neuen und/oder alten Lebensformen für alle Lesben.
Praktische Übungen zu Anbau und Produktion von LEBENsmitteln und Konzepte zum Leben am Land – auch für Landlose Lesben – öffnen Türen für einen anderen Blick auf Wohnen, Arbeiten und die Welt. Köstliches aus unserer gelebten Subsistenzwirtschaft werden wir verspeisen! Alle Lesben bekommen verschiedene Samen und Texte zur SUBsiste(r)ENZ!